Dolmetscher: Ein höchst anspruchsvoller Beruf

Dolmetscher ist wahrhaftig ein toller Beruf: Man reist viel herum, kommt mit interessanten Menschen zusammen und verdient alles andere als schlecht. Aber eins ist auch klar: Die Ausbildung zum Dolmetscher ist alles andere als leicht, und außerdem muss man Fähigkeiten mitbringen, um diesen Beruf auszuüben, die man nicht sich nicht aneignen kann, sondern die in der Persönlichkeit verankert sind oder auch nicht. Mit anderen Worten: Nicht jeder kann Dolmetscher werden, selbst wenn er über die notwendigen sprachlichen Fähigkeiten verfügt.

Weltkugel

Was sind das für Fähigkeiten, die ein Dolmetscher zusätzlich zu seinen Sprachkenntnissen haben muss? Nun, zum einen muss er in der Lage sein, zuzuhören. Das heißt, er muss jedes Wort, jede Nuance des Gesprochenen aufnehmen und geistig verarbeiten. Um das tun zu können, muss man über ein gewaltiges Konzentrationsvermögen verfügen – abschalten darf man während eines Gespräches nicht ein einziges Mal. Darüber hinaus muss man sich als Dolmetscher zurücknehmen können. Es ist nun einmal so, dass man eine unterstützende Tätigkeit ausübt – eine sehr qualifizierte zwar, aber doch eine unterstützende.

Am besten ist es, wenn der Dolmetscher den Gesprächsinhalt überhaupt nicht an sich herankommen lässt, sondern wenn er nur mechanisch und automatisch das übersetzt, was gesagt wird, ohne selber eine Wertung des Gesprochenen vorzunehmen. Übrigens: Überdurchschnittlich viele Dolmetscher sind Frauen. Ob es damit zu tun hat, dass sie für den Beruf wirklich besser geeignet sind, oder einfach damit, dass Berufe, die mit Sprache zu tun haben, Mitglieder des weiblichen Geschlechts mehr anzieht als Mitglieder des männlichen: Wer weiß das schon, Tatsache ist eben nur, dass es überdurchschnittliche viele weibliche Dolmetscher gibt.